Geologische Rohstoffe
Nutzung des Untergrundes

Energiespeicher

Erneuerbare Energien wie die Wind- und Solarenergie stehen nicht immer in konstanter und ausreichender Menge zur Verfügung. Deshalb werden Verfahren entwickelt, um das erzeugte Überangebot an Energie zu speichern und bei Bedarf abrufen zu können. In Frage kommen hierfür unter anderem die Druckluft- oder die Wasserstoffspeicherung im Untergrund. Bei Druckluftspeichern wird zunächst die überschüssig produzierte Energie genutzt, um Luft unter hohem Druck in einen Untertagespeicher zu pressen. Wird wieder Energie benötigt, wird die Druckluft über Turbinen geleitet und erzeugt Strom. Oft werden heute Druckluft- mit Wärmespeichern kombiniert.

Bei Wasserstoffspeichern wird mit Hilfe der überschüssigen Energie Wasser in einem sogenannten Elektrolyseur in Wasserstoff und Sauerstoff gespalten. Der Wasserstoff wird dann im Untertagespeicher gelagert. Wird Strom benötigt, kann der Wasserstoff dann in einer Brennstoffzelle wieder zu Energie umgewandelt werden.

Eine andere Möglichkeit der Energiespeicherung bieten Pumpspeicherwerke. Hier wird in Zeiten hoher Energieproduktion bei geringem Verbrauch Wasser aus tiefer liegenden Speicherbecken in höher gelegene Speicherbecken gepumpt. Wird die Energie später benötigt, um beispielsweise Verbrauchsspitzen auszugleichen, wird das Wasser aus dem höher gelegenen See über Turbinen wieder nach unten geleitet. Insgesamt gibt es in Deutschland eine Pumpspeicherkapazität von etwa 7.000 Megawatt.

Grafische Darstellung eines Kavernenspeichers. Eine Kaverne ist ein natürlicher oder aber auch künstlicher Hohlraum, der für die Energiespeicherung genutzt werden kann. Oftmals sind diese Hohlräume in Salzschichten im norddeutschen Raum zu finden. Um Energie einzuspeichern oder zu entnehmen, sind Förder- beziehungsweise Injektionsbohrungen mit der Förderanlage an der Oberfläche verbunden. (Quelle: T. Wolf/ mainova)