Geologische Rohstoffe
Nutzung des Untergrundes

Suchen, Finden, Fördern und Aufbereiten von Rohstoffen

Während des kalifornischen Goldrausches Mitte des 19. Jahrhunderts reichten einfache Werkzeuge wie Schaufel und Sieb aus, um größere Goldklumpen, kleine Nuggets oder Goldstaub entlang von Flussläufen zu finden. Um heute Bodenschätze in wirtschaftlichen Mengen aufzuspüren, sind andere Werkzeuge notwendig, beispielsweise die satellitengestützte Fernerkundung, GPS-Navigation und Hightech-Messgeräte, mit denen der tiefe Untergrund durchleuchtet werden kann.

Die Suche nach Rohstoffen erfolgt heute im Wesentlichen mit Hilfe verschiedener geophysikalischer Methoden wie der Geoelektrik, der Magnetik, der Seismik und der Schweremessung. Dazu werden elektrischer Strom, Schallwellen und Magnetfelder in den Untergrund geschickt. Weil verschiedene Gesteine, Flüssigkeiten oder Gase unterschiedliche Materialeigenschaften haben, reflektiert beispielsweise ein festes Gestein Schallwellen deutlich besser als ein gasreiches Lockergestein. Die verschiedenen Gesteine können darüber hinaus auch anhand ihrer elektrischen Leitfähigkeit, ihrer magnetischen Eigenschaften sowie ihrer Dichte und der Rückstrahlung von Infrarotlicht voneinander unterschieden werden.

Solche Messungen finden meist an Land statt. Es werden aber auch Hubschrauber und Flugzeuge zu Messungen aus der Luft oder Schiffe für marine Untersuchungen eingesetzt. Inzwischen sind auch einige Satelliten mit entsprechenden Sensoren ausgerüstet. Auf diese Weise können große und unwegsame Gebiete erkundet werden. Sofern die Ergebnisse vielversprechend sind, werden Probebohrungen durchgeführt, um ein detaillierteres Bild über die Strukturen und Gesteinsschichten im Untergrund zu erhalten.

Seismische Strukturen des Untergrundes in 3D aufgelöst. Diese Technik wird genutzt, um beispielsweise Öl- und Gasvorkommen zu lokalisieren. (Quelle: Wintershall GmbH)